A — Line Maintenance (Aeroplane Turbine)Module 1 · 16 practice questions

Module 1: Mathematics

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Trigonometrie in der Wartung TRIGONOMETRIE IN DER WARTUNG θ A B C ANLIEGEND (b) (horizontale Länge) GEGENÜBERLIEGEND (a) (vertikale Höhe) HYPOTENUSE (c) (Weglänge) Steigung = 200 mm Höhe = 220 mm WARTUNGSBEISPIEL — FLAP-FÜHRUNGSSCHIENENWINKEL Gegeben: Höhe = 220 mm, Länge = 200 mm tan θ = 220 / 200 = 1,10 → θ ≈ 47,7° SINUS (sin) sin θ = a / c Gegenüberliegend / Hypotenuse KOSINUS (cos) cos θ = b / c Anliegend / Hypotenuse TANGENS (tan) tan θ = a / b Gegenüberliegend / Anliegend UMKEHRFUNKTIONEN θ = sin⁻¹(a/c) θ = tan⁻¹(a/b) Steigung (Länge) = Weg × cos θ Höhe = Weg × sin θ Weg = √(Steigung² + Höhe²) Überprüfung des Einzieh- und Ausfahrwinkels des Fahrwerks Messung der Steuerflächenausschläge Prüfung des Steigungs-/Wegverhältnisses der Flap-Führungsschiene MERKHILFE — SOH-CAH-TOA Sin = Gegenüberliegend / Hypotenuse Cos = Anliegend / Hypotenuse Tan = Gegenüberliegend / Anliegend MERKHILFE — SOH-CAH-TOA Sin = Gegenüberliegend / Hypotenuse Cos = Anliegend / Hypotenuse Tan = Gegenüberliegend / Anliegend EASA Part-66 Modul 1 — Mathematik | Kategorie A (Turbine) | Wissensstufe 1/2

Modul 1: Mathematik — EASA Part-66 Kategorie A (Turbine)

1. Modulübersicht

Modul 1 des EASA Part-66 Grundlagen-Lehrplans bildet die mathematische Grundlage, die für luftfahrttechnisches Freigabepersonal erforderlich ist. Für die Lizenzierung der Kategorie A (Turbine) wird dieses Modul auf den Wissensstufen 1 und 2 bewertet, was bedeutet, dass Sie ein allgemeines Verständnis von Arithmetik, Algebra und Geometrie in Bezug auf routinemäßige Wartungsaufgaben nachweisen müssen.

Das Modul ist in drei Hauptabschnitte unterteilt, wie in Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 1321/2014 festgelegt:

  • 1.1 Arithmetik — Grundoperationen, Brüche, Dezimalzahlen, Prozentsätze, Verhältnisse und Einheitenumrechnungen
  • 1.2 Algebra — Auswerten einfacher Ausdrücke, Lösen linearer Gleichungen und Umstellen von Formeln
  • 1.3 Geometrie — Berechnung von Flächen und Volumina gängiger Formen im Flugzeugbau

Die Mathematik, die Sie in diesem Modul kennenlernen, ist nicht abstrakt — sie ist direkt anwendbar auf tägliche Wartungsaktivitäten wie Schwerpunkt- und Gewichtsberechnungen, Treibstoffmanagement, Wartung hydraulischer Systeme, Toleranzprüfung und Bauteilbemessung.


2. Wichtige Konzepte im Detail erklärt

2.1 Arithmetische Grundlagen

2.1.1 Grundoperationen

Die vier grundlegenden arithmetischen Operationen — Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division — bilden die Grundlage fast aller Wartungsberechnungen. Sie müssen in der Lage sein, diese Operationen sowohl mit ganzen Zahlen als auch mit Dezimalzahlen genau durchzuführen.

Addition und Subtraktion: Werden umfangreich bei Schwerpunkt- und Gewichtsberechnungen verwendet. Beispielsweise erfordert das Summieren der Massen mehrerer Frachtcontainer oder Ladungspaletten eine sorgfältige Spaltenausrichtung sowie Übertrag und Entlehnung.

Multiplikation: Wird angewendet bei der Berechnung des gesamten Treibstoffverbrauchs über eine Flugdauer, des Gesamtwiderstands in Reihenschaltungen oder bei Flächenberechnungen. Wenn beispielsweise ein Triebwerk 1.250 kg Treibstoff pro Stunde verbraucht und die Flugzeit 3,5 Stunden beträgt, beträgt der Gesamttreibstoffverbrauch:

1.250 kg/h×3,5 h=4.375 kg1.250 \text{ kg/h} \times 3,5 \text{ h} = 4.375 \text{ kg}

Division: Wird verwendet, um Flüssigkeiten gleichmäßig auf Behälter zu verteilen, Einheitenraten zu berechnen oder Verhältnisse zu bestimmen. Beispielsweise ergibt die gleichmäßige Verteilung von 240 Litern Hydraulikflüssigkeit auf 5 Behälter:

240÷5=48 Liter pro Beha¨lter240 \div 5 = 48 \text{ Liter pro Behälter}

2.1.2 Brüche

Brüche stellen Teile eines Ganzen dar und werden als Zähler über einem Nenner ausgedrückt. In der Flugzeugwartung erscheinen Brüche in Formeln, Verhältnissen und Toleranzspezifikationen.

Addition und Subtraktion von Brüchen: Um Brüche zu addieren oder zu subtrahieren, müssen Sie zunächst einen gemeinsamen Nenner finden. Betrachten Sie die Parallelwiderstandsformel:

1Rgesamt=1R1+1R2\frac{1}{R_{gesamt}} = \frac{1}{R_1} + \frac{1}{R_2}

Mit R₁ = 12 Ω und R₂ = 18 Ω:

1Rgesamt=112+118=336+236=536\frac{1}{R_{gesamt}} = \frac{1}{12} + \frac{1}{18} = \frac{3}{36} + \frac{2}{36} = \frac{5}{36}

Daher:

Rgesamt=365=7,2 OhmR_{gesamt} = \frac{36}{5} = 7,2 \text{ Ohm}

Multiplikation und Division von Brüchen: Multiplizieren Sie die Zähler miteinander und die Nenner miteinander. Um durch einen Bruch zu dividieren, multiplizieren Sie mit seinem Kehrwert.

2.1.3 Dezimalzahlen

Dezimalzahlen sind eine alternative Darstellung von Brüchen unter Verwendung eines Dezimalpunkts und Stellenwerten. Wartungsmesswerte werden häufig in Dezimalform ausgedrückt, insbesondere in technischen Dokumentationen.Operationen mit Dezimalzahlen: Beim Multiplizieren von Dezimalzahlen zählt man die Gesamtzahl der Dezimalstellen in beiden Faktoren und setzt den Dezimalpunkt entsprechend im Produkt. Beim Dividieren verschiebt man den Dezimalpunkt sowohl im Divisor als auch im Dividenden, um den Divisor in eine ganze Zahl umzuwandeln.

2.1.4 Prozentsätze

Ein Prozentsatz drückt eine Zahl als Bruchteil von 100 aus. Prozentsätze werden bei Toleranzberechnungen, Wirkungsgraden und Mischungsverhältnissen verwendet.

Berechnung eines Prozentsatzes einer Menge: Um einen Prozentsatz eines Wertes zu ermitteln, wandelt man den Prozentsatz in eine Dezimalzahl um und multipliziert. Zum Beispiel eine Turbinenschaufel mit einer Nennlänge von 150 mm und einer Toleranz von ±0,5 %:

0,5% von 150 mm=0,5100×150=0,75 mm0,5\% \text{ von } 150 \text{ mm} = \frac{0,5}{100} \times 150 = 0,75 \text{ mm}

Die maximal zulässige Länge beträgt daher:

150+0,75=150,75 mm150 + 0,75 = 150,75 \text{ mm}

2.1.5 Verhältnisse und Proportionen

Verhältnisse vergleichen zwei Größen derselben Einheit. Proportionen besagen, dass zwei Verhältnisse gleich sind, und werden verwendet, um unbekannte Größen zu lösen. Mischungsverhältnisse für Flüssigkeiten, Übersetzungsverhältnisse und Hebelberechnungen beruhen alle auf proportionalem Denken.


Einheitenumrechnungsfluss EINHEITENUMRECHNUNGSFLUSS — Imperial ↔ SI mit signifikanten Stellen SCHRITT 1 — IDENTIFIZIEREN Ausgangseinheit & Zieleinheit: • Imperial → SI (z. B. Zoll → mm) • SI → Imperial (z. B. kg → lb) • Temperatur (°C ↔ °F) SCHRITT 2 — UMRECHNUNGSFAKTOR AUSWÄHLEN Standard-EASA-Faktoren: 1 in = 25,4 mm (exakt) 1 kg = 2,20462 lb 1 US gal = 3,78541 L SCHRITT 3 — BERECHNEN Multiplizieren / Dividieren / Offset: • Zoll → mm: Wert × 25,4 • kg → lb: Wert × 2,20462 • °C → °F: (°C × 9/5) + 32 ARBEITSBEISPIEL — FLUGZEUGWARTUNGSAUFGABE: TOLERANZPRÜFUNG Aufgabe: Turbinenschaufel prüfen. Zeichnung (imperial) spezifiziert Sehne = 2,350 in ± 0,005 in. Schritt 1: Identifizieren: Zoll → mm umrechnen für Vergleich mit metrischem Messschieberwert. Schritt 2: Faktor: 1 in = 25,4 mm (exakter Umrechnungsfaktor). SIGNIFIKANTE STELLEN & RUNDEN — KRITISCH FÜR WARTUNGSDOKUMENTATION Regel: Ergebnis darf keine höhere Genauigkeit suggerieren als die ursprüngliche Messung. Beispiel: 2,350 in × 25,4 = 59,690 mm → runden auf 59,69 mm (4 signifikante Stellen) Toleranz: ±0,005 in × 25,4 = ±0,127 mm → runden auf ±0,13 mm TEMPERATURUMRECHNUNG °C → °F: (°C × 9/5) + 32 = °F °F → °C: (°F − 32) × 5/9 = °C Beispiel: 20 °C = (20×1,8)+32 = 68 °F 68 °F = (68−32)×0,556 = 20 °C KERNPUNKT: Einheit immer angeben, exakte Umrechnungsfaktoren verwenden, dann auf die Genauigkeit der ursprünglichen Messung runden.

2.2 Einheitenumrechnungen und das metrische System

2.2.1 SI-Einheiten und metrische Präfixe

Das Internationale Einheitensystem (SI) ist das Standardmaßsystem, das in der Luftfahrtinstandhaltung verwendet wird. Die für dieses Modul relevanten Basiseinheiten umfassen:

GrößeSI-BasiseinheitSymbol
LängeMeterm
MasseKilogrammkg
ZeitSekundes
VolumenKubikmeter

Metrische Präfixe modifizieren Basiseinheiten durch Zehnerpotenzen. Die häufigsten Präfixe in der Flugzeuginstandhaltung sind:

PräfixSymbolMultiplikatorBeispiel
Kilok10³ = 1.0001 km = 1.000 m
Zentic10⁻² = 0,011 cm = 0,01 m
Millim10⁻³ = 0,0011 mm = 0,001 m
Mikroµ10⁻⁶ = 0,0000011 µm = 0,000001 m
MegaM10⁶ = 1.000.0001 MΩ = 1.000.000 Ω

Umrechnung zwischen Präfixen: Um von einer größeren Einheit in eine kleinere Einheit umzurechnen, multipliziert man mit der entsprechenden Zehnerpotenz. Um von einer kleineren Einheit in eine größere Einheit umzurechnen, dividiert man.

Beispiel 1: Rechnen Sie 0,075 Meter in Millimeter um.

0,075 m×1.000=75 mm0,075 \text{ m} \times 1.000 = 75 \text{ mm}

Beispiel 2: Rechnen Sie 0,005 Megohm in Ohm um.

0,005 MΩ×1.000.000=5.000 Ω0,005 \text{ MΩ} \times 1.000.000 = 5.000 \text{ Ω}

Beispiel 3: Rechnen Sie 1,25 Meter in Millimeter um.

1,25 m×1.000=1.250 mm1,25 \text{ m} \times 1.000 = 1.250 \text{ mm}

2.2.2 Umrechnung von imperialen in metrische Einheiten

Obwohl SI-Einheiten Standard sind, verwendet einige Luftfahrtdokumentation, insbesondere von bestimmten Herstellern, imperiale Einheiten. Sie müssen in der Lage sein, genau zwischen den Systemen umzurechnen.

Häufige Umrechnungsfaktoren:

UmrechnungFaktor
1 kg in Pfund1 kg = 2,20462 lb
1 US-Gallone in Liter1 US gal = 3,78541 L
1 Zoll in Millimeter1 in = 25,4 mm
1 Seemeile in Meter1 NM = 1.852 m

Beispiel — Massenumrechnung: Rechnen Sie 2.450 kg in Pfund um, gerundet auf die nächste ganze Zahl.

2.450 kg×2,20462=5.401,319 lb2.450 \text{ kg} \times 2,20462 = 5.401,319 \text{ lb}

Gerundet auf die nächste ganze Zahl: 5.401 lb

Beispiel — Volumenumrechnung: Rechnen Sie 500 US-Gallonen in Liter um.

500×3,78541=1.892,705 L500 \times 3,78541 = 1.892,705 \text{ L}

Beispiel — Gewicht und Schwerpunkt: Ein Flugzeug hat ein Abfluggewicht von 62.500 kg gegenüber einem maximal zulässigen Abfluggewicht von 62.000 kg. Berechnen Sie das Übergewicht in Pfund.

U¨berschuss=62.50062.000=500 kg\text{Überschuss} = 62.500 - 62.000 = 500 \text{ kg}
500×2,20462=1.102,31 lb500 \times 2,20462 = 1.102,31 \text{ lb}

2.2.3 Masse, Volumen und Dichte

Die Beziehung zwischen Masse, Volumen und Dichte ist grundlegend für Kraftstoff- und Flüssigkeitsberechnungen:

Masse=Volumen×Dichte\text{Masse} = \text{Volumen} \times \text{Dichte}

Die Dichte wird in Kilogramm pro Liter (kg/L) oder Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) ausgedrückt. Die Kraftstoffdichte variiert mit der Temperatur und der Kraftstoffart. Verwenden Sie daher immer die gemessene Dichte für den spezifischen Kraftstoff, der geladen wird.

Beispiel — Berechnung der Kraftstoffmasse: Ein Flugzeugkraftstofftank hat ein Fassungsvermögen von 1.850 Litern. Die gemessene Kraftstoffdichte beträgt 0,78 kg/L.

Masse=1.850 L×0,78 kg/L=1.443 kg\text{Masse} = 1.850 \text{ L} \times 0,78 \text{ kg/L} = 1.443 \text{ kg}

Beispiel — Kombinierte Umrechnung: Rechnen Sie 500 US-Gallonen Kraftstoff mit einer Dichte von 0,8 kg/L in Masse in Kilogramm um.

Zuerst Gallonen in Liter umrechnen:

500×3,78541=1.892,705 L500 \times 3,78541 = 1.892,705 \text{ L}

Dann die Masse berechnen:

1.892,705×0,8=1.514,164 kg1.892,705 \times 0,8 = 1.514,164 \text{ kg}

2.3 Algebra

2.3.1 Auswerten von Ausdrücken und Lösen linearer Gleichungen

In der Algebra werden Symbole (normalerweise Buchstaben) verwendet, um unbekannte Größen darzustellen. In der Wartung müssen Sie häufig einen unbekannten Wert in einer Formel oder Gleichung lösen.

Lösen linearer Gleichungen: Eine lineare Gleichung hat die Form ax + b = c, wobei a, b und c bekannte Werte sind und x die Unbekannte ist. Zum Lösen:

  1. Isolieren Sie den Term, der die Unbekannte enthält, auf einer Seite der Gleichung
  2. Führen Sie auf beiden Seiten dieselbe Operation durch, um die Gleichheit zu erhalten
  3. Dividieren Sie durch den Koeffizienten der Unbekannten

Beispiel: Lösen Sie nach x in der Gleichung 3x + 7 = 22 auf.

Subtrahieren Sie 7 von beiden Seiten:

3x=153x = 15

Dividieren Sie beide Seiten durch 3:

x=5x = 5

2.3.2 Umstellen von Formeln

Formeln, die in der Wartung verwendet werden, können oft umgestellt werden, um nach verschiedenen Variablen zu lösen. Zum Beispiel kann die Dichteformel umgestellt werden:

ρ=mVm=ρVV=mρ\rho = \frac{m}{V} \quad \Rightarrow \quad m = \rho V \quad \Rightarrow \quad V = \frac{m}{\rho}

Wobei ρ (rho) die Dichte, m die Masse und V das Volumen ist.

Ebenso kann die Formel für den Parallelwiderstand umgestellt werden, um einen Widerstand zu lösen, wenn der Gesamtwiderstand und der andere Widerstand gegeben sind.


2.4 Geometrie

2.4.1 Flächenberechnungen

Die Fläche ist der zweidimensionale Raum, der innerhalb einer Form eingeschlossen ist. In der Flugzeugwartung werden Flächenberechnungen für Zugangsklappen, Steuerflächen und Querschnittsflächen von Flüssigkeitsleitungen verwendet.

Rechteck: Fläche = Länge × Breite

Beispiel: Eine Zugangsklappe misst 0,45 m × 0,30 m. Berechnen Sie die Fläche in Quadratmillimetern.

Zuerst in Millimeter umrechnen:

0,45 m=450 mm,0,30 m=300 mm0,45 \text{ m} = 450 \text{ mm}, \quad 0,30 \text{ m} = 300 \text{ mm}
Fla¨che=450×300=135.000 mm2\text{Fläche} = 450 \times 300 = 135.000 \text{ mm}^2

Kreis: Fläche = πr², wobei r der Radius ist (halber Durchmesser)

Beispiel: Eine kreisförmige Hydraulikleitung hat einen Innendurchmesser von 12 mm. Berechnen Sie die Querschnittsfläche.

r=122=6 mmr = \frac{12}{2} = 6 \text{ mm}
Fla¨che=πr2=3,1416×62=3,1416×36=113,0976 mm2\text{Fläche} = \pi r^2 = 3,1416 \times 6^2 = 3,1416 \times 36 = 113,0976 \text{ mm}^2

Auf zwei Dezimalstellen gerundet: 113,10 mm²

Dreieck: Fläche = ½ × Grundseite × Höhe

Trapez: Fläche = ½ × (Summe der parallelen Seiten) × Höhe

2.4.2 Volumenberechnungen

Das Volumen ist der dreidimensionale Raum, den ein Objekt einnimmt. Volumenberechnungen werden für das Fassungsvermögen von Kraftstofftanks, die Dimensionierung von Hydraulikreservoirs und das Ladevolumen von Frachträumen verwendet.

Rechteckiges Prisma (Quader): Volumen = Länge × Breite × HöheZylinder: Volumen = πr²h, wobei h die Höhe oder Länge ist

Beispiel: Ein zylindrischer Hydraulikbehälter hat einen Radius von 50 mm und eine Länge von 300 mm. Berechnen Sie sein Volumen in Kubikmillimetern.

V=πr2h=3,1416×502×300=3,1416×2.500×300=2.356.200 mm3V = \pi r^2 h = 3,1416 \times 50^2 \times 300 = 3,1416 \times 2.500 \times 300 = 2.356.200 \text{ mm}^3

3. Wichtige Formeln und Verfahren

3.1 Zusammenfassung der wesentlichen Formeln

AnwendungFormelHinweise
RechteckflächeA = l × bl = Länge, b = Breite
KreisflächeA = πr²r = Radius = Durchmesser/2
ZylindervolumenV = πr²hh = Höhe/Länge
RechteckvolumenV = l × b × h
Dichteρ = m/Vm = Masse, V = Volumen
Masse aus Dichtem = ρ × V
Parallelwiderstand1/R_gesamt = 1/R₁ + 1/R₂Für zwei Widerstände
ProzentsatzAnteil = (Prozentsatz/100) × Gesamtwert

3.2 Behördliche Referenzen

Die mathematischen Anforderungen für freigabeberechtigtes Personal sind definiert in:

  • Verordnung (EU) Nr. 1321/2014, Anhang III (Part-66), Anhang I — Modul 1: Mathematik, das die Lehrplaninhalte und Wissensstufen festlegt
  • AMC zu Part-66 — Annehmbare Mittel zur Einhaltung (Acceptable Means of Compliance), die Leitlinien zu Prüfungsstandards und Fragestellungen bieten

Für die Lizenzierung der Kategorie A gelten folgende Anforderungen an die Wissensstufen:

  • Stufe 1: Vertrautheit mit den Hauptelementen des Themas (Überblick)
  • Stufe 2: Allgemeine Kenntnisse der theoretischen und praktischen Aspekte des Themas mit der Fähigkeit, dieses Wissen anzuwenden

4. Allgemeine Beziehungen zwischen Konzepten

4.1 Verknüpfung von Arithmetik, Algebra und Geometrie

Die drei Untermodule sind nicht isoliert — sie wirken in praktischen Anwendungen zusammen:

  • Gewichts- und Schwerpunktberechnungen kombinieren Arithmetik (Addition, Subtraktion) mit Einheitenumrechnungen und gelegentlich Algebra beim Lösen nach unbekannten Massen oder Momenten
  • Kraftstoffberechnungen kombinieren Dichtebeziehungen (Arithmetik) mit Volumenumrechnungen (Einheitenumrechnung) und manchmal Geometrie für die Tankkapazität
  • Elektrische Berechnungen verwenden algebraische Umstellung von Formeln in Kombination mit arithmetischen Operationen mit Brüchen und Dezimalzahlen
  • Toleranzprüfung kombiniert Prozentberechnungen (Arithmetik) mit der Interpretation von Messwerten

4.2 Dimensionsanalyse

Führen Sie bei Berechnungen stets eine Überprüfung durch, ob Ihre Einheiten konsistent sind. Die Dimensionsanalyse — das Verfolgen von Einheiten durch Berechnungen — hilft, Fehler zu erkennen:

Beispiel: Zur Berechnung der Kraftstoffmasse aus Volumen und Dichte:

Volumen (L)×Dichte (kg/L)=Masse (kg)\text{Volumen (L)} \times \text{Dichte (kg/L)} = \text{Masse (kg)}

Die Liter kürzen sich heraus, sodass Kilogramm übrig bleiben. Wenn sich Ihre Einheiten nicht korrekt kürzen, ist Ihre Berechnung wahrscheinlich falsch.


5. Typische Prüfungsschwerpunkte

Basierend auf den Prüfungsfragenmustern für EASA Part-66 Modul 1, Kategorie A:

5.1 Arithmetik (ca. 50 % der Fragen)

  • Einheitenumrechnungen — insbesondere metrische Vorsätze (Milli, Kilo, Mega) und Umrechnungen zwischen imperialen und metrischen Einheiten (kg in lb, US-Gallonen in Liter)
  • Kraftstoffmassenberechnungen — unter Verwendung der Beziehung Masse = Volumen × Dichte
  • Gewichts- und Schwerpunktarithmetik — Addition, Subtraktion und Umrechnung von Massen
  • Prozentberechnungen — Toleranzgrenzen, Effizienz und zulässige Abweichungen
  • Grundoperationen — Multiplikation und Division mit Dezimalzahlen, einschließlich Rundung auf angemessene Genauigkeit

5.2 Algebra (ca. 20 % der Fragen)- Lineare Gleichungen lösen — eine Unbekannte, die zwei Schritte erfordert (z. B. 3x + 7 = 22)

  • Einfache Formeln umstellen — nach verschiedenen Variablen in Dichte-, Widerstands- oder Flächenformeln auflösen

5.3 Geometrie (ca. 30 % der Fragen)

  • Fläche von Rechtecken — mit Einheitenumrechnung zwischen Metern und Millimetern
  • Fläche von Kreisen — mit π = 3,1416, wobei der Radius aus dem Durchmesser ermittelt werden muss
  • Volumenberechnungen — für rechteckige und zylindrische Formen

5.4 Häufige Prüfungsfallen

  • Vergessen, Einheiten umzurechnen, bevor Berechnungen durchgeführt werden (z. B. Mischen von Metern und Millimetern)
  • Verwendung des Durchmessers anstelle des Radius bei Kreisflächenberechnungen
  • Vorzeitiges Runden — volle Genauigkeit durch Zwischenschritte beibehalten und nur das Endergebnis runden
  • Falsche Dezimalstellenplatzierung bei Multiplikation oder Division
  • Verwechslung von US-Gallonen mit imperialen Gallonen — immer prüfen, welche Einheit angegeben ist

5.5 Schwerpunkt praktische Anwendung

Prüfungsfragen sind szenariobasiert und spiegeln reale Wartungssituationen wider. Sie sollten in der Lage sein, mathematische Konzepte anzuwenden auf:

  • Linienwartungsaufgaben (Kraftstoffberechnungen, Flüssigkeitswartung)
  • Gewichts- und Schwerpunktverfahren (Massenumrechnungen, Gesamtgewichtsberechnungen)
  • Bauteilprüfung (Toleranzprüfung, Maßkontrollen)
  • Fehlersuche in elektrischen Systemen (Widerstandsberechnungen)

Zusammenfassung

Modul 1: Mathematik bildet die quantitative Grundlage für alle nachfolgenden Part-66-Module und für Ihre Karriere als freigabeberechtigtes Personal. Die Beherrschung arithmetischer Operationen, Einheitenumrechnungen, grundlegender Algebra und geometrischer Berechnungen ist für sichere und konforme Wartungspraktiken unerlässlich. Die Fähigkeit, unter operativem Druck genaue Berechnungen durchzuführen, mit angemessener Beachtung von Einheiten und Genauigkeit, ist ein Kennzeichen professionellen freigabeberechtigten Personals.

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