B3 — Light Helicopters and Small AeroplanesModule 1 · 28 practice questions

Module 1: Mathematics

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Trigonometrie in der Wartung TRIGONOMETRIE IN DER WARTUNG RECHTWINKLIGES DREIECK — STEIGUNG & WEG θ GEGENKATHETE (Vertikaler Anstieg) ANLIEGENDE KATHETE (Horizontale Strecke) HYPOTENUSE TRIGONOMETRISCHE VERHÄLTNISSE sin θ = Gegenkathete / Hypotenuse = Vertikaler Anstieg / Hanglänge cos θ = Anliegende Kathete / Hypotenuse = Horizontale Strecke / Hanglänge tan θ = Gegenkathete / Anliegende Kathete = Anstieg / Strecke = Steigung WARTUNGSANWENDUNG — STEIGUNG / WEG-BERECHNUNG RECHENBEISPIEL: Die Steuerstange hat einen vertikalen Anstieg von 120 mm über eine horizontale Strecke von 400 mm. Finden Sie den Steigungswinkel θ. tan θ = Anstieg / Strecke = 120 / 400 = 0.3 θ = tan⁻¹(0.3) = 16.7° Verwenden Sie: sin θ für die Höhe, cos θ für die Entfernung, tan θ für das Steigungsverhältnis. WICHTIGE BEZIEHUNGEN: Steigungsverhältnis = Anstieg / Strecke = tan θ Hanglänge = √(Anstieg² + Strecke²) Anstieg = Hanglänge × sin θ Strecke = Hanglänge × cos θ Winkel = tan⁻¹(Anstieg / Strecke) Weg = √(Anstieg² + Strecke²) — Pythagoras STRECKE ANSTIEG EASA Part-66 Modul 1 Mathematik — Geometrie: Rechtwinklige-Dreieck-Trigonometrie für B3-Lizenz-Wartung

Modul 1: Mathematik — B3-Lizenz

1. Überblick

Modul 1 des EASA Part-66-Grundwissenslehrplans (Anhang I) bildet die mathematische Grundlage, die für luftfahrttechnisches Freigabepersonal erforderlich ist. Für die B3-Lizenz (Drehflügler) umfasst dieses Modul Arithmetik, Algebra und Geometrie auf Wissensstufen 1–3, mit Schwerpunkt auf praktischen Anwendungen in Wartungsdokumentation, Gewicht und Schwerpunkt, Treibstoffberechnungen und Bauteilbemessung.

Das Modul ist in drei Hauptabschnitte unterteilt:

  • 1.1 Arithmetik (Stufen 1–2): Grundrechenarten, Brüche, Dezimalzahlen, Verhältnisse, Prozentsätze und Einheitenumrechnungen
  • 1.2 Algebra (Stufen 1–2): Auswerten einfacher Formeln, Umstellen von Formeln und Lösen linearer Gleichungen
  • 1.4 Geometrie (Stufen 1–2): Fläche, Umfang, Volumen und einfache geometrische Beziehungen

Dieser Lehrbuchabschnitt fasst das zugrunde liegende Wissen zusammen, das in typischen Part-66-Modul-1-Prüfungsfragen abgefragt wird, wobei der Schwerpunkt auf den mathematischen Techniken selbst liegt und nicht auf auswendig gelernten Antworten.


2. Kernkonzepte im Detail erklärt

2.1 Grundlagen der Arithmetik (Modul 1.1)

2.1.1 Reihenfolge der Operationen

Berechnungen in der Flugzeugwartung erfordern häufig mehrere Operationen in einem einzigen Ausdruck. Die standardmäßige Reihenfolge der Operationen (BODMAS/BIDMAS) muss angewendet werden:

  1. Klammern (Klammerausdrücke)
  2. Potenzen (Hochzahlen, Wurzeln)
  3. Division und Multiplikation (von links nach rechts)
  4. Addition und Subtraktion (von links nach rechts)

Beispiel: In der Widerstands-Temperatur-Formel R=R0(1+αT) R = R_0(1 + \alpha T) wird die Multiplikation innerhalb der Klammern vor der Addition durchgeführt, anschließend wird das Ergebnis mit R0 R_0 multipliziert.

2.1.2 Brüche, Dezimalzahlen und Prozentsätze

  • Ein Bruch stellt einen Teil eines Ganzen dar (z. B. 34 \frac{3}{4} voller Treibstofftank)
  • Eine Dezimalzahl ist ein Bruch, der in Basis-10-Notation ausgedrückt wird (z. B. 0,75)
  • Ein Prozentsatz ist ein Bruch mit dem Nenner 100 (z. B. 75%)

Die Umrechnung zwischen diesen Formen ist unerlässlich. Zum Beispiel: 34=0,75=75% \frac{3}{4} = 0,75 = 75\% .

Praktische Anwendung: Treibstoffmengenanzeiger zeigen häufig Bruchteile der Tankkapazität an. Wenn ein 180-Liter-Tank zu 34 \frac{3}{4} voll ist, beträgt das Volumen 180×34=135 180 \times \frac{3}{4} = 135 Liter.

2.1.3 Verhältnisse und direkte Proportionalität

Ein Verhältnis drückt die Beziehung zwischen zwei Größen aus. Direkte Proportionalität bedeutet, dass mit zunehmender einer Größe die andere um denselben Faktor zunimmt.

Beispiel: Der Treibstoffverbrauch ist direkt proportional zur Zeit. Wenn ein Triebwerk 45 Liter pro Stunde verbraucht, verbraucht es in 2,5 Stunden:

45×2,5=112,5 Liter45 \times 2,5 = 112,5 \text{ Liter}
Einheitenumrechnungs-Ablauf Einheitenumrechnungs-Ablauf — Imperial ↔ SI-Einheiten SCHRITT 1 — EINHEITENSYSTEM IDENTIFIZIEREN • Imperial: Zoll, lb, °F • SI (metrisch): mm, kg, °C • Wartungshandbuch-Herkunft prüfen SCHRITT 2 — UMRECHNUNGSFAKTOR AUSWÄHLEN Länge: 1 in = 25,4 mm Masse: 1 kg = 2,2046 lb Temp: °F = (°C × 9/5) + 32 SCHRITT 3 — BERECHNUNG ANWENDEN • Größer → kleiner: multiplizieren • Kleiner → größer: dividieren • BODMAS-Operationsreihenfolge verwenden SCHRITT 4 — RUNDEN / SIGNIFIKANTE STELLEN • Auf die geforderte Genauigkeit runden laut Wartungsdokumentation • 5 oder größer → aufrunden ARBEITSBEISPIELE — ANWENDUNGEN IN DER FLUGZEUGWARTUNG LÄNGE — Zoll in mm Rotorspalt: 0,75 in × 25,4 = 19,05 mm → 19,1 mm (1 Dezimalstelle) Handbuch-Spezifikation: 19,05 mm MASSE — lb in kg Passagiergepäckgrenze: 180 lb ÷ 2,2046 = 81,65 kg → 81,6 kg (1 Dezimalstelle) oder 82 kg (nächste ganze Zahl) TEMPERATUR — °C in °F Hydraulikflüssigkeitstest: °F = (°C × 9/5) + 32 40°C → (40 × 1,8) + 32 = 104°F EASA Part-66 Modul 1 — Mathematik | B3-Lizenz | Einheitenumrechnungen in Wartungsdokumentationen

2.1.4 Einheitenumrechnungen

Das Internationale Einheitensystem (SI) ist der Standard für die Luftfahrtwartung, aber imperiale Einheiten kommen in älterer Dokumentation und bei in den USA hergestellten Bauteilen weiterhin vor. Häufige Umrechnungen umfassen:

GrößeUmrechnungsfaktor
Länge1 m = 100 cm = 1000 mm
Masse1 kg = 2,2046 lb
Drehmoment1 N·m = 0,73756 lb-ft
Volumen1 L = 0,001 m³
Kraft1 N = 0,2248 lbf

Umrechnungsmethode: Um von einer Einheit in eine andere umzurechnen, multipliziert oder dividiert man mit dem entsprechenden Umrechnungsfaktor. Bei der Umrechnung von einer größeren Einheit in eine kleinere Einheit multipliziert man; von einer kleineren Einheit in eine größere Einheit dividiert man.

Durchgerechnete Beispiele:- Länge: 0,75 m = 0,75 × 100 = 75 cm

  • Masse: 180 lb ÷ 2,2046 = 81,65 kg ≈ 81,6 kg (oder 82 kg auf die nächste ganze Zahl gerundet)
  • Drehmoment: 25 N·m × 0,73756 = 18,44 lb-ft ≈ 18,4 lb-ft
  • Volumen: 135 L × 0,001 = 0,135 m³

Wichtiger Hinweis zur Drehmomentumrechnung: Bei der Umrechnung von Drehmoment von N·m in lb-ft immer multiplizieren Sie mit 0,73756. Bei der Umrechnung von lb-ft in N·m dividieren Sie durch 0,73756 (oder multiplizieren Sie mit 1,3558).

2.1.5 Signifikante Stellen und Runden

Wartungsdokumentationen geben in der Regel die erforderliche Genauigkeit vor. Übliche Rundungsregeln:

  • Auf die nächste ganze Zahl runden (z. B. 81,65 kg → 82 kg)
  • Auf eine Dezimalstelle runden (z. B. 4,2857 h → 4,3 h)
  • Auf zwei Dezimalstellen runden (z. B. 10,826 m → 10,83 m)

Beim Runden betrachten Sie die Ziffer unmittelbar rechts von der gewünschten Genauigkeit. Wenn sie 5 oder größer ist, runden Sie auf; andernfalls runden Sie ab.


2.2 Algebra (Modul 1.2)

2.2.1 Auswerten von Formeln

Eine Formel drückt eine Beziehung zwischen Variablen aus. Um eine Formel auszuwerten, setzen Sie bekannte Werte ein und führen die Arithmetik aus.

Beispiel – Widerstands-Temperatur-Beziehung:

R=R0(1+αT)R = R_0(1 + \alpha T)

Gegeben R0=100Ω R_0 = 100 \, \Omega , α=0,004/°C \alpha = 0,004 \, /°C , T=25°C T = 25 \, °C :

R=100×(1+0,004×25)=100×(1+0,1)=100×1,1=110ΩR = 100 \times (1 + 0,004 \times 25) = 100 \times (1 + 0,1) = 100 \times 1,1 = 110 \, \Omega

2.2.2 Umstellen von Formeln

Umstellen (Umschreiben) ermöglicht das Lösen nach jeder Variablen in einer Formel. Die Regeln sind:

  • Jede Operation, die auf einer Seite der Gleichung durchgeführt wird, muss auch auf der anderen Seite durchgeführt werden
  • Um eine Variable zu isolieren, wenden Sie inverse Operationen an (Addition ↔ Subtraktion, Multiplikation ↔ Division)

Beispiel – Schwerpunktberechnung:

Die Moment-Arm-Beziehung lautet:

Moment=Kraft×Abstand\text{Moment} = \text{Kraft} \times \text{Abstand}

Um den Arm (Abstand) zu ermitteln:

Abstand=MomentKraft\text{Abstand} = \frac{\text{Moment}}{\text{Kraft}}

Gegeben Moment = 1250 N·m und Kraft = 500 N:

Abstand=1250500=2,5m\text{Abstand} = \frac{1250}{500} = 2,5 \, \text{m}

Beispiel – Schwerpunktposition von der Bezugslinie:

CG-Position=GesamtmomentGesamtmasse\text{CG-Position} = \frac{\text{Gesamtmoment}}{\text{Gesamtmasse}}

Gegeben Gesamtmoment = 12.450 kg·m und Gesamtmasse = 1.150 kg:

CG-Position=124501150=10,826m10,83m\text{CG-Position} = \frac{12450}{1150} = 10,826 \, \text{m} \approx 10,83 \, \text{m}

2.2.3 Einfache Gleichungen

Eine lineare Gleichung hat die Form ax+b=c ax + b = c . Das Lösen beinhaltet das Isolieren der unbekannten Variablen.

Beispiel – Flugdauerberechnung:

Flugdauer=KraftstoffvolumenVerbrauchsrate=180L42L/h=4,2857h4,3h\text{Flugdauer} = \frac{\text{Kraftstoffvolumen}}{\text{Verbrauchsrate}} = \frac{180 \, \text{L}}{42 \, \text{L/h}} = 4,2857 \, \text{h} \approx 4,3 \, \text{h}

Hinweis: Die Kraftstoffdichte (0,79 kg/L) wird für diese Berechnung nicht benötigt. Die Dichte wäre nur erforderlich, um Volumen in Masse umzurechnen.

2.2.4 Elektrische Leistung (Mathematische Anwendung)

Während die elektrische Theorie in Modul 3 behandelt wird, wird die mathematische Beziehung in Modul 1 verwendet:

P=V×IP = V \times I

Wobei:

  • P P = Leistung (Watt, W)
  • V V = Spannung (Volt, V)
  • I I = Strom (Ampere, A)

Beispiel: Mit V=28V V = 28 \, \text{V} und I=4A I = 4 \, \text{A} :

P=28×4=112WP = 28 \times 4 = 112 \, \text{W}

2.3 Geometrie (Modul 1.4)

2.3.1 Kreise

Der Kreis ist grundlegend für die Wartung von Drehflüglern – Rotorscheiben, Inspektionsöffnungen und Hydraulikleitungen beinhalten alle kreisförmige Geometrie.

Umfang:

C=π×d=2πrC = \pi \times d = 2\pi r

Wo:

  • C C = Umfang
  • d d = Durchmesser
  • r r = Radius
  • π3.14 \pi \approx 3.14 oder 3.1416 3.1416

Beispiel: Inspektionsloch mit einem Durchmesser von 40 mm:

C=3.14×40=125.6mmC = 3.14 \times 40 = 125.6 \, \text{mm}

Fläche:

A=πr2=πd24A = \pi r^2 = \frac{\pi d^2}{4}

Beispiel — Rotorkreisfläche: Rotorblattlänge eines Hubschraubers 3,5 m (dies ist der Radius des überstrichenen Kreises):

A=3.14×(3.5)2=3.14×12.25=38.465m2A = 3.14 \times (3.5)^2 = 3.14 \times 12.25 = 38.465 \, \text{m}^2

2.3.2 Ermittlung des Durchmessers aus der Fläche

Wenn die Fläche eines Kreises bekannt ist, kann der Durchmesser durch Umstellen der Flächenformel ermittelt werden:

A=πr2A = \pi r^2
r=Aπr = \sqrt{\frac{A}{\pi}}
d=2r=2Aπd = 2r = 2\sqrt{\frac{A}{\pi}}

Beispiel — Hydraulikleitung: Fläche = 0,0007069 m², π=3.1416 \pi = 3.1416 :

d=2×0.00070693.1416=2×0.000225=2×0.015=0.03m=30mmd = 2 \times \sqrt{\frac{0.0007069}{3.1416}} = 2 \times \sqrt{0.000225} = 2 \times 0.015 = 0.03 \, \text{m} = 30 \, \text{mm}

Hinweis: Das Ergebnis ist in Metern; zur Umrechnung in Millimeter mit 1000 multiplizieren.

2.3.3 Volumen

Volumenberechnungen werden für Kraftstofftanks, Hydraulikbehälter und andere Behälter verwendet.

Volumen eines rechteckigen Prismas=La¨nge×Breite×Ho¨he\text{Volumen eines rechteckigen Prismas} = \text{Länge} \times \text{Breite} \times \text{Höhe}
Volumen eines Zylinders=πr2h\text{Volumen eines Zylinders} = \pi r^2 h

Umrechnungen von Volumeneinheiten:

  • 1 L = 0,001 m³
  • 1 m³ = 1000 L

Beispiel: 135 Liter Kraftstoff = 135 × 0,001 = 0,135 m³


3. Wichtige Formeln und Beziehungen

3.1 Zusammenfassung der wesentlichen Formeln

FormelAnwendung
R=R0(1+αT) R = R_0(1 + \alpha T) Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur
C=πd C = \pi d Umfang eines Kreises
A=πr2 A = \pi r^2 Fläche eines Kreises
Moment=Kraft×Abstand \text{Moment} = \text{Kraft} \times \text{Abstand} Gewicht und Schwerpunkt
CG-Position=GesamtmomentGesamtmasse \text{CG-Position} = \frac{\text{Gesamtmoment}}{\text{Gesamtmasse}} Schwerpunkt
P=V×I P = V \times I Elektrische Leistung
Flugdauer=KraftstoffvolumenVerbrauchsrate \text{Flugdauer} = \frac{\text{Kraftstoffvolumen}}{\text{Verbrauchsrate}} Kraftstoffplanung
Dichte=MasseVolumen \text{Dichte} = \frac{\text{Masse}}{\text{Volumen}} Kraftstoffmassenberechnungen

3.2 Wichtige Beziehungen zwischen Konzepten

  • Einheitenumrechnungen bilden die Grundlage aller anderen Berechnungen — immer prüfen, dass die Einheiten konsistent sind, bevor sie in eine Formel eingesetzt werden
  • Algebraische Umstellung ist das Werkzeug zur Lösung jeder Formel nach einer unbekannten Variablen
  • Geometrie liefert die Flächen- und Volumenbeziehungen, die für die Bauteilbemessung und das Flüssigkeitsfassungsvermögen benötigt werden
  • Verhältnisse und Proportionen verbinden Kraftstoffvolumen mit Flugdauer und Tankanteil mit tatsächlichem Volumen
  • Gewicht und Schwerpunkt verknüpfen Kraft (Gewicht), Abstand (Hebelarm) und Moment — dieselbe mathematische Struktur erscheint sowohl in N·m- als auch in kg·m-Systemen

4. Allgemeine Beziehungen zwischen Konzepten

4.1 Gewichts- und Schwerpunktberechnungen

Die Gewichts- und Schwerpunktberechnung ist eine der häufigsten mathematischen Aufgaben in der Wartung. Die grundlegende Beziehung lautet:

Moment=Gewicht×Hebelarm\text{Moment} = \text{Gewicht} \times \text{Hebelarm}

Wo:

  • Moment wird in N·m ausgedrückt (oder kg·m bei Verwendung der Masse)
  • Gewicht wird in N ausgedrückt (oder Masse in kg)
  • Hebelarm ist der Abstand von der Bezugslinie in Metern

Der Schwerpunkt wird dann wie folgt berechnet:

CG=MomenteGewichte\text{CG} = \frac{\sum \text{Momente}}{\sum \text{Gewichte}}

Diese Beziehung erscheint in zwei gebräuchlichen Formen:

  • Unter Verwendung der Kraft (N): Hebelarm=Moment (N⋅m)Gewicht (N) \text{Hebelarm} = \frac{\text{Moment (N·m)}}{\text{Gewicht (N)}}
  • Unter Verwendung der Masse (kg): CG=Moment (kg⋅m)Masse (kg) \text{CG} = \frac{\text{Moment (kg·m)}}{\text{Masse (kg)}}

4.2 Kraftstoffberechnungen

Kraftstoffberechnungen umfassen mehrere miteinander verbundene Größen:- Volumen (Liter) — was der Tank fasst

  • Masse (kg) — Volumen × Dichte
  • Flugdauer (Stunden) — Volumen ÷ Verbrauchsrate

Die Dichte ist ein Ablenker bei der Berechnung der Flugdauer aus dem Volumen — sie wird nur benötigt, wenn zwischen Volumen und Masse umgerechnet wird.

4.3 Drehmoment-Umrechnungen

Drehmoment ist ein Maß für die Drehkraft. Die Umrechnung zwischen metrischen und imperialen Einheiten ist eine häufige praktische Aufgabe:

Drehmoment (lb-ft)=Drehmoment (N⋅m)×0,73756\text{Drehmoment (lb-ft)} = \text{Drehmoment (N·m)} \times 0,73756

Beispiele:

  • 25 N·m = 25 × 0,73756 = 18,44 lb-ft ≈ 18,4 lb-ft
  • 35 N·m = 35 × 0,73756 = 25,82 lb-ft ≈ 25,8 lb-ft

5. Typische Prüfungsschwerpunkte

Basierend auf dem Muster der Prüfungsfragen zu Part-66 Modul 1 für B3 sollten sich Kandidaten auf Folgendes konzentrieren:

5.1 Arithmetik (Modul 1.1)

  • Einheitenumrechnungen — insbesondere metrisch↔imperial für Masse (lb↔kg) und Drehmoment (N·m↔lb-ft)
  • Metrische Umrechnungen — Meter↔Zentimeter↔Millimeter, Liter↔Kubikmeter
  • Zeitberechnungen — Umrechnung von Stunden und Minuten in Dezimalstunden (z. B. 2 h 30 min = 2,5 h)
  • Verhältnisse und Brüche — Anwendung von Brüchen der Tankkapazität auf tatsächliche Volumina
  • Rundung — auf die angegebene Genauigkeit (nächste ganze Zahl, eine Dezimalstelle usw.)

5.2 Algebra (Modul 1.2)

  • Einsetzen von Werten in gegebene Formeln (z. B. Widerstand-Temperatur)
  • Umstellen von Formeln, um die Unbekannte zu lösen (z. B. Ermitteln des Arms aus Moment und Gewicht)
  • Erkennen irrelevanter Daten — Prüfungsfragen enthalten oft zusätzliche Informationen (Ablenker), die für die Berechnung nicht benötigt werden

5.3 Geometrie (Modul 1.4)

  • Umfang von Kreisen aus dem Durchmesser
  • Fläche von Kreisen aus dem Radius
  • Ermitteln des Durchmessers aus der Fläche (erfordert Umstellen der Formel und Verwendung von Quadratwurzeln)
  • Einheitenkonsistenz — sicherstellen, dass alle Maße vor der Berechnung in denselben Einheiten vorliegen

5.4 Häufige Fehler, die vermieden werden sollten

  1. Verwendung der falschen Umrechnungsrichtung — bei der Umrechnung von N·m in lb-ft multiplizieren; bei der Umrechnung von lb in kg durch 2,2046 dividieren
  2. Vergessen, Einheiten umzurechnen — z. B. einen Durchmesser in Metern belassen, wenn Millimeter erforderlich sind
  3. Verwendung irrelevanter Daten — z. B. Kraftstoffdichte bei der Berechnung der Flugdauer aus dem Volumen
  4. Falsches Runden — immer die geforderte Genauigkeit in der Frage prüfen
  5. Vermischen von Kraft und Masse — Momente können in N·m (Kraft) oder kg·m (Masse) ausgedrückt werden; Systeme nicht vermischen

6. Regulatorische Referenzen

  • Verordnung (EU) Nr. 1321/2014, Anhang III (Part-66) — legt die Grundanforderungen an Kenntnisse für Luftfahrzeugwartungslizenzen fest
  • Anhang I zu Part-66 — definiert den Lehrplaninhalt von Modul 1 und die Kenntnisstufen:
  • Modul 1.1 Arithmetik — Stufen 1–2
  • Modul 1.2 Algebra — Stufen 1–2
  • Modul 1.4 Geometrie — Stufen 1–2
  • AMC zu Part-66 — bietet Leitlinien zu Prüfungsstandards und Fragenformaten

Die Kenntnisstufen bedeuten:

  • Stufe 1: Überblick — Erinnerung an grundlegende Fakten und einfache Verfahren
  • Stufe 2: Allgemeine Kenntnisse — Verständnis der Prinzipien und Fähigkeit, Standardverfahren anzuwenden
  • Stufe 3: Detaillierte Theorie — umfassendes Verständnis mit der Fähigkeit zu analysieren und zu synthetisieren

Für die B3-Lizenz wird Modul 1 auf den Stufen 1–2 geprüft, was Kenntnisse in der Anwendung standardmäßiger mathematischer Verfahren auf typische Wartungsszenarien erfordert.

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